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Firmenchronik von Lehmann

Firmenchronik

Am Anfang stand die Idee
Der Anfang
Das Wachstum
Der Generationswechsel
Meilenstein in der Baumschulkultur
Der Durchbruch
Das Ende der ersten Generation
Die Phase der grossen Investition
Hans Lehmann stirbt an Herzinfarkt
Die Phase der Konsolidierung
Die mutige Entscheidung
Suche nach der Zukunft
Ein neues Verkaufs-Gewächshaus entsteht

Erfolgreich unterwegs

Am Anfang stand die Idee

Alfred Lehmann, Jahrgang 1899, hegte in der wirtschaftlich schlechten Zeit nach dem Krieg den intensiven Wunsch, einen eigenen Betrieb zu gründen. Er muss lange überlegt und abgewogen haben, denn die Menschen zu dieser Zeit waren nicht auf Rosen gebettet. Noch fehlte der wirtschaftliche Schwung, der seine Entscheidung sicherlich erleichtert hätte. Ausserdem galt es, die Frage nach dem geeigneten Standort zu klären. Schliesslich fand er in Büren an der Aare ein geeignetes Heimwesen. Ein ganz altes, verwahrlostes Heimetli mit rund zwei Hektar Land dazu.

Der Anfang

Bereits im Winter 1945 baute Alfred Lehmann fleissig Treibkasten, packte sie mit Rossmist. Darauf wurden Salat- und Kohlrabi-Setzlinge gepflanzt, durch deren Verkauf wohl das erste Geld hereinkam. Ausserdem wurden nun Obst- und Rosenwildlinge aufgeschult. Pflegearbeiten in Privatgärten kamen hinzu. Als Angestellte arbeiteten zu dieser Zeit einige Taglöhner und ganz besonders Sohn Emil, der im elterlichen Betrieb die Baumschulisten-Lehre absolvierte. Auch Sohn Hans kam schon im ersten Jahr zu Hilfe, um bei den dringlichsten Arbeiten mitzuhelfen.

Das Wachstum

Nach und nach kamen in der Baumschule weitere Kulturen hinzu, besonders Ziersträucher. Die Baumschule wird besonders als Rosenschule bekannt. Auch der Betriebszweig Gartenbau expandiert. Sohn Hans, der in der Zwischenzeit die Gartenbauschule absolvierte, war nun eine große Hilfe. Im Jahr 1948 erstand die Firma einen ersten Jeep. Damit konnten die vielen Transporte, die besonders im Gartenbau notwendig waren, ausgeführt werden. Nebenbei diente der Jeep auch der Familie für Sonntagsausflüge… 1952 schritt die Motorisierung fort: der Brügiwagen, gebaut in der Schmiede Büren sowie eine Landrover kamen hinzu. Der Brügiwagen ist übrigens noch heute in Betrieb. 1955 wurde für Hans und seine Familie ein Wohnhaus erbaut.

Der Generationswechsel

1960 verkaufte Vater Alfred seine Baumschule an Sohn Hans, arbeitete aber weiterhin im Betrieb mit. Im Jahr 1962 kam nach seiner Ausbildung zum Baumschulisten auch der jüngste Sohn Jacques in den elterlichen Betrieb. Mit dem Übergang an die jüngere Generation änderte sich die Betriebsstruktur. Das stetige Wachstum forderte eine Spezialisierung. Schliesslich wurde der Gartenbau zugunsten der Baumschule aufgegeben. Ebenfalls gab es schon Betriebe, die sich auf die Anzucht von Obstbäumen spezialisierten, also verzichtete man bei Lehmann auch auf diese Sparte. In Oberbüren erfolgte darauf ein Landkauf für die Produktion. Schon damals ging der Quadratmeter für Fr. 13.- an den neuen Besitzer. Neben diversen kleineren Maschinen wie Bodenfräsen wurde der erste Pullax gekauft, eine sehr vielseitig einsetzbare Maschine. Noch im Jahr 1960 wurde in der ehemaligen Sägerei Solothurn ein Holzschopf wieder aufgebaut, womit endlich genügend überdachter Platz vorhanden war. Ab 1966 konnten Transporte mit einem neuen Sattelschlepper ausgeführt werden.

Meilenstein in der Baumschulkultur

Anfangs der 60er Jahre begann der Betrieb versuchsweise mit der heute sehr verbreiteten Containerkultur, die Hans und Jacques von Amerikareisen her kennengelernt hatten. Da dem Projekt von Anfang an gute Erfolge beschieden waren, stellte man ein Quartier nach dem anderen auf diese Kulturart um. 1969 wurde auf dem Betriebsareal das Wohnhaus von Jacques erstellt.

Der Durchbruch

Durch die gut gelungene Containerkultur wurde der Betrieb rasch in Gartencenterkreisen bekannt. Es war die Zeit der grossen Nachfrage nach Containerpflanzen. Lehmann stellte schliesslich die ganze Produktionsfläche auf Container um. Die mit grossem Aufwand hergeführten Holzschnitzel wurden wieder entfernt, der Boden ausnivelliert und mit Kies überführt. Moderne Düngermethoden vereinfachten anfangs Siebzigerjahre die Kulturführung erneut. Für den innerbetrieblichen Transport erstand man 1972 einige Elektrowagen direkt aus den USA, diese sind heute noch in Betrieb. Auch mussten Gabelstapler angeschafft werden. 1970 wurde die erste Metallhalle gebaut, sie war 20x30 m gross und man glaubte im Betrieb, dass die Halle für alle Zeiten gross genug sei.

Das Ende der ersten Generation

1976 wurde Alfred Lehmann immer mehr von Krankheiten heimgesucht und der Firmengründer verstarb bald darauf.

Die Phase der grossen Investitionen

Entgegen den Erwartungen wurde die 1970 erbaute Halle schon bald wieder zu klein. Grund genug für den Ersatz durch eine neue Halle von 25x45 m Bodenfläche. Die alte Halle brach man ab und baute sie in Büren a/A wieder auf. Die neue Halle hatte für damalige Verhältnisse enorme Ausmasse. Darin erstellte man einen Erdmischer mit Erdsilo für 50m3. Zur gleichen Zeit riss man den alten Schopf, der als Garderobe- und Werkzeugschuppen diente, ab. Grundwasserbohrungen in ca. 20 Meter Tiefe schliesslich dienen seither zum Betrieb einer Wärmepumpe, an der die Heizungen aller Liegenschaften angehängt sind.

Hans Lehmann stirbt an Herzinfarkt

1985 verstarb Hans Lehmann anlässlich einer Weiterbildungsreise in London an einem Herzinfarkt. Der weitsichtige und mutige Geschäftsmann fehlte darauf an allen Ecken und Enden. Sohn Alfred übernahm den Betrieb und führte zusammen mit Jacques und den Mitarbeitern den Betrieb im Sinne von Hans weiter.

Die Phase der Konsolidierung

Nach und nach erschöpften sich die Landreserven des Betriebes. Die ganze Baumschulfläche (ohne Oberbüren) wurde bebaut, im nahegelegenen Ziehler kamen 0,3 ha dazu. Hier wurden fortan hauptsächlich grössere Pflanzen angezogen. Bessere Qualität setzt aber grössere Abstände voraus. Da nicht mehr Land zu Verfügung stand, musste nach und nach mehr Pflanzenmaterial zugekauft werden. Das laufend gestiegene Transportvolumen erforderte schliesslich den Ankauf eines Lastwagens mit Anhänger.

Die mutige Entscheidung

1990 schloss ein bekanntes Gartencenter in Sion seine Pforten. Dieses Center wurde bisher von Lehmann regelmässig beliefert. Die drohende Absatzeinbusse galt es zu vermeiden, da über das Center vor allem in dieser Region viele Gärtnerkunden beliefert wurden. Lehmann entschloss sich also, in Sion selbst eine Verkaufsbaumschule einzurichten. Auf Pachtland der Burgergemeinde Sion erstellte der Betrieb eine Baumschule in der Art eines Containerfeldes, die nun besonders von Gartenbauern fleissig frequentiert wird. Zur Freude der Geschäftsleitung entwickelte sich das jüngste Kind des Betriebes - die Lehmann Plantes SA sehr gut.

Suche nach der Zukunft

Durch die rasche Weiterverbreitung der Containerkultur wird der Konkurrenzkampf im Laufe der 90er Jahre immer grösser, besonders auf die Preise drückt das kostengünstigere Ausland und die wirtschaftliche Baisse der 90er. Jetzt wird es noch wichtiger, durch ein grosses und attraktives Sortiment in bester Qualität zu überzeugen und mit innovativen Dienstleistungen aufzuwarten, um die Kundschaft auch weiterhin binden zu können. Besonders im Frühjahr stösst man im Privatverkauf auf Grenzen, der Kundenansturm kann kaum noch bewältigt werden, die Infrastruktur ist definitiv zu klein. Offenbar wissen immer mehr Kunden den Einkauf direkt beim Produzenten und dessen kompetente Beratung, gepaart mit der in all den Jahren dennoch familiär und vertraut gebliebenen Atmosphäre, zu schätzen. Der Entschluss, ein neues grosses Verkaufsgewächshaus zu erstellen, reift in Alfred Lehmann, dem Geschäftsführer der dritten Generation. An seiner Seite sind mittlerweile auch die Söhne von Jacques wichtige Stützen geworden, Adrian in den Baumschulkulturen und Thomas im Engrosverkauf.

Ein neues Verkaufs-Gewächshaus entsteht

In über 50 Jahren ist die Baumschule Lehmann über drei Generationen zu einem interessanten Baumschulbetrieb herangewachsen. Hier findet man mittlerweile ein wirklich aussergewöhnliches Sortiment an Gehölzen und Stauden. Nicht nur für Kenner sind die rund 650 verschiedenen Laubgehölze, 250 Nadelgehölze, über 700 Stauden aller Art sowie etwa 150 Rhododendren-, 80 Rosensorten, diverse Beeren und Obst ein ganz besonderer Reiz.

Das neue Verkaufsgewächshaus, das im Jahr 2000 nach nur sechsmonatiger Bauzeit seine Pforten öffnete, ist eine klare Antwort auf die konstante Entwicklung der Baumschule. Entworfen von einem amerikanischen Architekten, entstand ein modernes und kundenfreundliches Pflanzencenter mit einem grossen Parkplatzangebot direkt vor dem Geschäft. Mit dem Neubau kommen zu den bestehenden 2'000 m2 nochmals 1'000 m2 Verkaufsfläche unter Glas hinzu. Diese Vergrösserung schafft Platz für ein erweitertes Pflanzenangebot, wobei der bisherigen Stärke, dem breiten Gehölz- und Staudensortiment, nach wie vor das Hauptgewicht zukommt. Hinzu kommt insbesondere ein breites Sommerflor-Sortiment, Geranien, zweijährige Blütenpflanzen, Kübelpflanzen, Blumen- und Gemüsesamen, Gemüsesetzlinge, Blumenzwiebeln und Zimmerpflanzen, aber auch viele Gefässe, Korbwaren, Gartenbücher, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Bindematerial sowie Gartenwerkzeuge. Mit dieser Vergrösserung des Betriebes konnten ausserdem neue Stellen geschaffen werden.

Erfolgreich unterwegs

Seit nunmehr über 10 Jahren erfreut sich das Pflanzencenter stets wachsender Beliebtheit. Diesen Erfolg verdanken wir vor allem unserem freundlichen Personal, das die Kundschaft mit Fachwissen und grossem Engagement bedient und für eine familiäre, ansprechende Atmosphäre sorgt. Herzlichen Dank!

 

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